Warbede Frauenzentrum Worms e.V.

Spendenübergabe an das Warbede Frauenzentrum Worms e.V.:

2018: 3.000,-- Euro

2017: 3.000,-- Euro
2016: 1.000,-- Euro

2015: 1.000,-- Euro

Wir freuen uns auf eine nachhaltige Kooperation. Eine weitere Unterstützung ist geplant.

 

 

 

 

Das Warebede Frauenzentrum Worms e.V. ist der Trägerverein für die Notruf- und Beratungsstelle. Es bietet einen geschützten Raum für Frauen, insbesondere für Frauen mit sexualisierten Gewalterfahrungen. http://frauenzentrumworms.de/

Modellprojekt für Vergewaltigungsopfer "Frauen in Krisensituationen”

Soroptimist International Club Worms unterstützt die Aktion und bezieht klar Stellung!

 

Pressemitteilung des Warbede Frauenzentrum e. V., Worms:

Sexualisierte Gewalt als medizinischer Notfall
Start des Modellprojekts zu gesundheitlicher Versorgung nach einer Vergewaltigung am Klinikum Worms

WORMS. Frauen, die Opfer einer Vergewaltigung werden, bleiben meist medizinisch unterversorgt weil sie sich schämen oder befürchten, dass über ihren Kopf hinweg Anzeige erstattet wird. Dadurch bleiben Sie allein mit der Sorge um ihre Gesundheit und finden erst spät den Weg zu Fach­beratungsstellen, die sie dabei unterstützen, ihre Situation zu klären und mit dem Erlebten umzugehen.

Das Modellprojekt „Medizinische Soforthilfe nach Vergewaltigung“, das heute in Worms startet, möchte diese Situation verändern und hat sich zum Ziel gesetzt allen Opfern einer Vergewaltigung Zugang zur bestmöglichen medizinischen Versorgung zu gewähren – unabhängig von der Bereitschaft Anzeige zu erstatten.

Gemeinsam mit dem Klinikum Worms hat der Frauennotruf Worms als Trägerin des Projekts ein Konzept übernommen, das der Frauennotruf Frankfurt mit vielen KooperationspartnerInnen in und außerhalb Frankfurts 2013 entwickelt hat. Finanziert wird das Vorhaben vor allem vom rheinland-pfälzischen Ministerium für Familien, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz, das Worms neben Mainz als einen von zwei Modellstandorten in Rheinland-Pfalz ausgewählt hat.

„Menschen, die eine Vergewaltigung erlebt haben, sind nicht nur Zeugen einer Straftat, sondern in erster Linie Patientinnen und Patienten. Als Klinikum ist es daher unsere gesellschaftliche Verantwortung, die Betroffenen adäquat medizinisch zu versorgen. Dabei kann ein standardisiertes Verfahren nur helfen“, erklärt Prof. Dr. Thomas Hitschold, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe des Klinikums, die Motivation sich an dem Projekt zu beteiligen.

„Die meisten Frauen, denen sexuelle Gewalt angetan wurde, haben unmittelbar nach dem Ereignis aufgrund der emotional belastenden Situation das Bedürfnis nach einer zuverlässigen Anlaufstelle, bei der sie sowohl medizinische Hilfe als auch Kontaktinformationen für die Weiterbetreuung erhalten. Das Projekt bietet durch den Zugriff auf umfassendes Informations- und Unter­suchungsmaterialien auch uns Ärzten und Ärztinnen Hilfestellung, diese Frauen umfassend versorgen zu können", erläutert Frau Dr. Angelika Matich, projektverantwortliche Oberärztin der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, weiter.

„Betroffene können sich nach einer Vergewaltigung an das örtliche Klinikum wenden, werden dort medizinisch versorgt und bekommen Infor­mationen zu Unterstützungs- und Beratungsangeboten. Erst im zweiten Schritt wird mit den Frauen geklärt, ob sie an einer Spurensicherung interessiert sind. Willigt die Patientin ein, werden die gesicherten Spuren ins Institut für Rechtsmedizin gebracht und dort für ein Jahr gelagert, um im Fall einer Anzeigenerstattung verwendet werden zu können“, ergänzt Regina Mayer vom Frauennotruf Worms das Prozedere.

Neben entsprechenden Schulungen und Sensibilisierungsmaßnahmen für Ärztinnen und Ärzte geht es nun vor allem darum das Angebot bekannt zu machen, um möglichst viele Betroffene zu erreichen.

„Durch Öffentlichkeitsarbeit, die Auslage von Materialien bei Beratungs­stellen, niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten und bei weiteren öffentlichen Stellen und die Plakatierung von Werbeflächen möchten wir zukünftig auf die Möglichkeit medizinischer Versorgung hinweisen und damit vor allem die Frauen ansprechen, die eine Anzeigenerstattung scheuen oder sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend entscheiden möchten“, erklärt Jasmine Olbort, die als Gleichstellungsbeauftragte das Projekt ebenfalls begleitet.

Notwendig für den Erfolg des Projektes sei ein breites gesellschaftliches Bündnis, hier sind sich alle Beteiligten einig.
„Bei der bisherigen guten Netzwerkarbeit, die im Bereich Gewalt gegen Frauen in Worms geleistet wurde, bin ich allerdings zuversichtlich, dass wir viele Menschen erreichen und so langfristig die Strukturen für von sexualisierter gewaltbetroffene Frauen verbessern werden“, ist sich Regina Mayer sicher.

 

 

Aktuelles:

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Golfturnier zugunsten des Frauenhauses in Worms

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